Versöhnung zwischen Israel, Palästina UND Deutschland

Reuven Moskovitz , Jude rumänischer Abstammung, hat als Kind den Holocaust erlebt. Schon zu Beginn des Buches, in dem er davon erzählt,  wird klar, warum dieser Teil seines Lebens so prägend gewesen sein muß, dass ein Sehnen nach Frieden für ihn zum Mittelpunkt wurde. Er erfüllt sich seinen Traum und emigriert nach dem zweiten Weltkrieg nach Israel, wo er sich als Erzieher und Mitbegründer zahlreicher Friedensgruppen und Initiativen unermüdlich durch Tat und Schriften für eine Versöhnung zwischen Juden und Palästinensern, sowie Juden und Deutschen einsetzt. Sind die Schilderungen seiner Lebensabschnitte schon packend, hat mich insbesondere die  Darstellung der jüdischen Geschichte gefesselt. Seine Schilderung der Entwicklung des Judentums von der frühchristlichen Antike bis zur unmittelbaren Gegenwart macht deutlich, das das Judentum seit dreitausend Jahren eine nachhaltige Ausstrahlung auf das hat, was wir Abendland nennen.
 

Darüber hinaus zeichnet er ein prägnantes Bild des Zionismus, der von den Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Ansiedlung von Juden in Palästina  1948 die Grundlagen für die Errichtung des Staates Israel schuf. Die zionistische Idee ist 100 Jahre alt, der Staat Israel 50 - und mit ihm der Nahostkonflikt.

Kompetent, teilweise gar mit philosophischem Anstrich, aber immer in einer fesselnden allgemeinverständlichen Art beschreibt und analysiert Reuven  dessen historische Hintergründe und die aktuellen Einflüsse, die für die Spirale der Gewalt im Nahen Osten verantwortlich sind. Interessiert man sich für den israelisch-palästinensischen Konflikt, der in der Gegenwart so ausweglos wie nie zu sein scheint, gibt dieses Buch etliche Antworten.  So ist es mir zum ersten Mal gelungen die Bedeutung aktueller Ereignisse über den tagespolitischen Bezug hinaus in einen geschichtlichen Rahmen einzuordnen. Wichtiger noch als alle geschichtliche Auflistung ist jedoch, dass er nie dabei stehen bleibt, sondern seine persönliche Aufarbeitung damit verstrickt. Seine Kommentare sind ohne Scheu. Mit ihnen hinterläßt er eine Botschaft der Mahnung und Wahrheit. Er kann es sich leisten seine Wahrheit, seine Kritik an der israelischen Politik unverblümt in Deutschland zu artikulieren, denn einem Israeli wird man keinen rassistisch geprägten Antisemitismus vorwerfen können. Und gerade weil seine Kritik nicht tendenziös daher kommt, liest sich seine Sicht der Dinge als objektive Wahrheit, die es dem Leser ermöglicht selbst ein Urteil zu fällen. Auch das ist im Blick auf die aktuellen Vorgänge sicher sehr hilfreich.

 

Ein Mensch, der sich seit 30 Jahren unablässig bemüht, vor der Gefahr des eskalierenden Terrors und Gegenterrors im Nahen Osten zu warnen fasziniert. Wenn er die energische Einmischung in Israel seitens Westeuropas fordert, ohne die er keine Chance auf Frieden sieht, so stimmt mich das nachdenklich. Wenn er den Deutschen, die sich eine kritische Meinung  aufgrund ihrer Vergangenheit gegenüber Israel verbieten, eine Mitschuld  daran gibt, was mit den Palästinensern geschieht, dann hat es mich wachgerüttelt.

Bilden SIE sich ihr Urteil selber! 


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WEBSITE BOOSTING Nr. 07-08/2018  - Seite 78

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