Eigenes

Ja, das mag sein - doch ich stehe dazu und dahinter mit ganzem Herzen.

 

Und ich bin durchaus ein wenig stolz, dass mir Christian Lindner, den ich wohl kaum als FDP-Vorsitzenden vorstellen muss - immerhin ist er aktuell (Juli 2017) auf Platz 3 der beliebtesten Politiker Deutschlands angesiedelt - sein Vorwort für mein erstes Buch (unter eigenem Namen) gegeben hat. 

 

Dabei habe ich ein Thema behandelt, welches mir ein Herzens-anliegen war und ist. Der Inhalt richtet sich an Lehrer, die in ihrem Beruf teils unanständigen Anforderungen ausgesetzt sind! Ich wünsche mir sehr, dass ich damit ein klein wenig dazu beitragen kann, dass der ein oder andere von ihnen zu ein wenig mehr Gelassenheit findet.

 

Und der Untertitel: Es geht uns alle an, ist insofern als Handlungs-aufforderung gedacht, dass die Eltern der Schüler ein großes Maß an Bereitschaft zur Unterstützung mitbringen sollten. Wie und warum erläutere ich im Buch. Über Feedback freue ich mich sehr.

Liebe Leserinnen und Leser,

 

dass Sie dieses Buch in Händen halten - ärgert mich. Dass es gute Gründe dafür gab, es zu schreiben - ärgert mich. Dass es Ihnen in Ihrer Situation helfen kann – wünsche ich Ihnen.

 

Doch möchte ich dabei nicht stehenbleiben und Stefanie Klief in ihrem Anliegen unterstützen, dass Sie in Ihrem Beruf weiterhin Freude finden und der Politik Beine machen.

 

Stress raubt Lebenskraft. Wenn eine Berufsgruppe keinen Stress haben dürfte, weil sie ihre Lebenszeit für das Wichtigste, was wir haben, einsetzt – dann ist das Ihre. Leider ist es genau umgekehrt und Lehrer leiden mit am stärksten unter den Anforderungen ihres Berufsbildes, was in den meisten Fällen dem System geschuldet ist. Einem überkommenen System, in einer Zeit entstanden, die es nicht mehr gibt, mit dem wir unsere Kinder absurderweise auf eine Zeit vorbereiten wollen, die uns gefühlt bereits heute täglich überholt.

 

Bildungspolitik ist deshalb eins meiner Kernthemen und liegt mir sehr am Herzen.

 

Es gibt eine Unart der Deutschen und die findet sich ganz besonders an ganz besonderen Tagen von ganz besonderen Menschen. Am Tag der Einschulung, wenn den i-Dötzchen meistens mehr als einmal der Satz entgegenschallt: Heute beginnt der Ernst deines Lebens.

 

Gewichtig betont und, da sich die Kinder mit praller Schultüte im Arm und glänzenden Augen, zwar an Mamas oder Papas Hand, noch etwas ängstlich umsehen, aber sich doch auf die Schule freuen, völlig deplatziert! Mag ihnen dies auch keinen bleibenden Schaden zufügen, ist er doch überflüssig und spricht Bände.

 

Ja, Schule ist wichtig. Schule ist sogar überlebenswichtig. Und die Zeit, die dort verbracht wird, macht immerhin in Jahren knapp ein Sechstel des Lebens aus. Unsere Schulen bilden den Grundstock für den Beruf – das steckt hinter dem Satz mit dem Ernst. Aber diese Jahre sollten soviel mehr „bilden“, als Sachkompetenzen. Unser Bildungssystem sollte soviel mehr im Blick haben, als nur den Vergleich mit Europa und der Welt. Richteten wir den Fokus hingegen auf den Kern, die Schüler und Lehrer, einzeln und als Team, müssten wir diesen Vergleich gar nicht mehr scheuen. Weil dann aus diesem Samen eine Kreativität erwüchse, die ihre Wurzeln in die ganze Welt ausstreckte!

 

Wir brauchen eine Schule, die die Freude über den Tag der Einschulung hinaus nicht nur fördert, sondern in Begeisterung umwandelt. Grundlage dafür wäre eine Wertschätzung, die jedes Kind als Individuum sieht und nicht in ein System einbindet, ja – klemmt, sondern den Raum gibt, seine Begabungen zu entdecken und zu entfalten. Die jeden Lehrer als wertvolle Quelle dieser Anerkennung und Entwicklerfreude sähe und sie ihnen in gleichem Maße entgegenbringt. Statt Sie auszulaugen und als Prellbock für unausgereifte politische Kamikazeentscheidungen zu degradieren.

 

Dafür brauchen wir gleichzeitig die Überwindung des Bildungsföderalismus und Schulen, die ihre eigenständigen Entscheidungsbefugnisse behalten, doch darf dies nicht auf Ihrem Rücken ausgetragen werden. Lehr- und Verwaltungstätigkeiten gehören sauber getrennt und honoriert.

 

Wir brauchen Freiraum für Freiheit und Kreativität der Lehrer, statt starrer Lehrpläne und minutiös vorbereitete und hernach abgearbeitete Unterrichtseinheiten. Wir brauchen Lehrer als Coaches für Potenzialentfaltung - denn das ist die wichtigste Aufgabe von Bildung, weit über die reine Wissensbildung hinaus – und wir brauchen eine Politik, die den Lehrern, Ihnen, diesen Freiraum endlich ermöglicht!

 

100.000 Schulstunden bis zum Abitur, das ist viel Zeit um die Begeisterungsfähigkeit eines Erstklässlers zu zerstören – doch habe ich ein Bildungssystem vor Augen, das allen Beteiligten den kreativen Freiraum gewährt, der das lebenslange Lernen zu lernen ermöglicht und dies nicht für die Schule, sondern vorrangig für das Leben.

 

Während das Buch sich gezielt mit Ihnen und Ihrem Selbstbild beschäftigt, ist es Sache der Politik, endlich das System als Ganzes kritisch zu hinterfragen. Ich stehe dafür ein, dies zu tun und freue mich über jegliche Unterstützung aus Ihren Reihen!

 

Schreiben Sie mir: Christian.Lindner@landtag.nrw.de

 

Ihr

 

Christian Lindner MdL

im Oktober 2016

 

Bundesvorsitzender der FDP
Stellvertretender Ministerpräsident in NRW
Vorsitzender der Landtagsfraktion und

des Landesverbands der FDP in NRW

 

Eigen(Sinnig)es

Referenzen sind für einen Ghostwriter immer so eine Sache -

im persönlichen Kontakt mit einem Neukunden gebe ich schonmal den Fragen nach, frage aber immer zunächst beim Altkunden nach,

ob ich in dem ganz speziellen Fall mal auf ein Buch oder Co-Autorenbeitrag hinweisen darf.

 

Ansonsten ist absolute Geheimhaltung angesagt und Pflicht!

 

Insofern verweise ich hier auch lediglich auf meine bislang bearbeiteten Themenclouds ...

Wer mag, mag schauen und seine Schlüsse auf mein bislang erworbenes praktisches Kompetenzprofil ziehen.

Ob das sinnig ist oder nicht - möge jeder selbst entscheiden.